Ich schätze, es ist was dran an dem Bild: ein Fluss, der wächst durch tausend Regentropfen und hinabfließt in den Ozean.
Ich schätze, wer sich weise nennt, kann nicht weise sein. Denn wer die Weisheit kennt, ist mit Dingen eins. Und wer eins ist, wird nicht trennen, indem er sich weise nennt.
Ich glaube, der nächste Schritt wird die Überwindung des Egoismus sein.

Eine Frage, die sich stellt: Warum entstehen feste Formen der Gesellschaft? Warum entsteht eine Struktur, die ein Zurückschwappen in das Rauschen verhindert? Vermutung: weil darin ein Naturprinzip liegt? So wie tanzende Sandkörner auf einer schwingenden Ebene plötzlich zu Mustern zusammenlaufen? Und dreht die Welt gerade den Frequenzregler nach oben?

Die Menschen wie ein Rauschen der Einzelkräfte. Und daraus entstehen Formen der Gesellschaft. Festigkeiten, die das Zurückschwappen in das Rauschen verhindern wollen. Mehr oder weniger stabile Strukturen, aufgebockt und abgestützt durch staatliche Institutionen und Interventionen. Und ein Abbild der Einzelkräfte. Aber wenn die Einzelkräfte nicht mehr rauschen? Nicht mehr das eigene Bild verwirklichen wollen, sondern das Ganze? Welche Formen würden dann entstehen?

Und wie ist es überhaupt, anderen Menschen zu schaden? Das Verwirklichen des eigenen Bildes, eine Vorform des größeren Bildes?

Aber was wäre dann mit dem Mörder? Müsste man zum Mörder werden, weil er auch zum Bild gehört?  Nein. Der Mörder löscht andere Linien aus. Um sein eigenes Bild zu verwirklichen. So gehört er nicht zum Ganzen. Er ist wie eine Vorform davon.

Hat nicht jeder Mensch recht? Bei allem, was er tut und sagt und ist? Auf seine Weise? Und zeigt er nicht Verschiedenes und Gleiches? Und man kann auf das Verschiedene achten und denken: er hat Unrecht. Aber man kann auch auf das Verschiedene sehen und denken: er ist verschieden, aber nur weil ich nicht er bin. Und man kann an eine Höhle denken, die das Ganze bedeutet. Und man selbst ist ein Strich und der Andere ist ein Strich auf der gegenüberliegenden Wand. Und zusammen ergibt sich erst das Bild. Dann ist man Gleiches und Gleiches. Man ist Strich und Teil eines Bildes. Meine Frage: kann man das ganze Bild werden? Dann müsste man zum Anderen werden.

Wachsende Bäume im Zeitraffer: wie ein prasselndes Feuerwerk.

Die Bäume wachsen und man weiß nicht, was das eigentlich ist? Das Wachsen. Man macht sich ein Bild davon. Und denkt an das Bild, wenn man über das Wachsen spricht. Aber das Wachsen fühlen können! So wie man selbst wächst und wieder einsinkt.

Eine Telefonzelle explodiert. Die Künstlerin sieht etwas anderes als der Physiker. Die beiden sollen ein Paar werden und sich ihre Sicht erklären. Die Druckwelle eine Kugel, eine Vase, ein Gefäß - "ein Gewächs" ruft der Biologe. Und die Dinge verbinden sich. Und die Bäume fangen anders an zu wachsen.

                     
                                                   
Es gab Momente, da glaubte ich: ich könnte mein Denken fühlen. Und ich glaubte: es gibt nichts Höheres.
Manchmal denke ich: das Denken ist die Übersetzung des Gefühls in eine andere Sprache.

(Und wenn man das in allen Dingen spüren würde?)
Alles Dinge jenseits des Rationalen.
Was kann Halt geben: Liebe, Heiterkeit, Musik, Kunst, Gefühl, Schwingung, Bewegung...
Man braucht etwas, was Halt gibt. Sonst kann man nur reagieren.
Mutig kann nur sein, wer feste Überzeugungen hat. Unsere Zeit ist aggressiv, nicht mutig.

"Planvoll" heißt: einer Idee folgen. Aber wenn man genau darauf achtet, ändert sich mit dem Folgen die Idee.


Planloses Stricheln wurde ein Fuchs mit Vogelmaske oder -handschuh.



In der Struktur war ein Hund, der einen Vogel küsst oder frisst?

Wer einmal statt einer Mondsichel eine beleuchtete Kugel gesehen hat, hat Schwierigkeiten wieder eine Mondsichel zu sehen.

Ein schwammartiges Gewebe der Selbstvernetzung, das Gehirn. Daraus und dahinein vernetzen sich Gedanken. An einigen Stellen leuchtet es. In "der Röhre" kann man es sehen. Es wetterleuchtet. Und Glück ist eine bestimmte Form des Leuchtens. Es leuchtet bunt und weiß. Und der Hirnforscher sagt: Glück ist ein physiologischer Prozess. Und ich sage: ein Leuchten. Und seine Erkenntnis ist ein physiologischer Prozess. Und ich sag: ein Leuchten! Und irgendwann steigt die Sonne.

Was bisher zu wenig untersucht wurde: das Bewusstsein. Damit steht und fällt für jeden die Welt.

Manchmal glaube ich: spätere Generationen werden auf unsere Zeit zurückschauen und sich wundern. So wie wir uns über die Perücken im Barock wundern mögen. Sie werden sich wundern über Schönheitsoperationen, über Werbung, über den Begriff "Star", über Golfplätze in Spanien, über Skihallen in Dubai, über Besitzgier, über das Verkennen der Natur. Aber es war nur ein Zwischenschritt zu ihnen.

Wer zu lange schläft, dem ist nach Schlafen zumute.


Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Leute auf irgendetwas warten. Manchmal lese ich es in ihren Gesichtern. Und vielleicht stimmt es nicht. Und worauf warte ich?

Man ist dann erst ehrlich, wenn man nicht man selbst ist. Schon eher, aber missverständlich.
Man ist dann erst ehrlich, wenn man nicht nachdenkt. Nein und ja.

Ich wundere mich, dass Leute über Marihuana reden, ohne es probiert zu haben - als würde man den Geschmack einer Frucht kommentieren, die man nie gegessen hat. Ich kenne Leute, die Rastafrisuren nicht leiden können. Aber wenn man nicht weiß, was sie bedeuten? Als würde man eine Frucht sehen und ihren Geschmack kritisieren.
Erster Link hier: http://www.youtube.com/watch?feature=fvwp&v=OsfYAJ3dQyY&NR=1

Ein Tipp: Whipping Post von der Allman Brothers Band, Fillmore East. Die Gitarre!

Die erste Seite bei einer Webseite heißt Index. Wie ein Vorname.
Die alte Webseite liegt unter dieser wie ein Forum Romanum.

Und ich will nur das schreiben, was mir von irgendwo in den Sinn kommt. Und versuche ehrlich zu sein. Obwohl ich eingesehen habe, dass es schwer ist, ehrlich zu sein. Ja, es ist so schwer, dass ich es vielleicht noch nie wirklich war. Wirklich wahr. Denn man ist dann erst ehrlich, wenn... ich habe versucht, diesen Satz ehrlich zu beenden und es klappt nicht.

rungholt
Und ich hab eine Freundin, die manchmal aussieht wie ein Elefant. Oder Walross?

                                      
      Der Baum von gegenüber ist wie ein bedrohlicher Vogel aus einer Hexenzeit. Auf dem Foto ist wenig davon zu spüren.

Das Rätsel geht so: Ein Kreuzfahrer würde es sagen, ganz oben und ganz im Jargon. Und ich habs falsch geschrieben. Namentlich nach: drei aus zwei von vorne. Und: googlemail.com hängt hinten dran.
Wer mir schreiben will, muss erst ein Rätsel lösen. Um zu beweisen, dass sier ein Mensch ist.



Und für den Anfang: keine Profile, keine Knöpfe, keine Links. Zurück zur Fläche und dann sehen, was da kommt.
Schluss mit Facebook. Wir brauchen keine Plattform, wir wollen fahren.
Schluss mit Facebook. Ein jeder gründe wieder sein eigenes Buch. Nach dem Wildwuchs kam die Monokultur - und jetzt kommen die Gärten. Hoffe ich.
Schluss mit Facebook. Daumen-nach-oben-Button ist vollgestaubt. Man sieht nur noch einen dunklen Umriss. Wie ein verschwommener Kontinent.